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Einfach anders essen ist politisch!

Einfach anders (land)wirtschaften - wir brauchen eine alternative Agrarökologie! Nach dem Bericht der Welternährungsorganisation (FAO) produziert die weltweite Landwirtschaft produziert so viele Kalorien wie noch nie. Auf der anderen Seite steigt die Zahl der Hungernden seit drei Jahren. Das ist paradox!
Das zeigt sich auch in Deutschland: So ist die Anzahl der Tafelkunden im vergangenen Jahr nochmal um 100.000 Menschen gestiegen, auf etwa 1,65 Millionen im reichen Deutschland. In den Industrieländern zielt die Landwirtschaft durch den Einsatz von Maschinen und moderner Chemie in den letzten 60 Jahren auf Maximierung der Erträge. Dafür mussten natürliche Lebensräume ausgenutzt und umgestaltet werden.
Im globalen Süden dagegen bleiben viele Kleinbäuerinnen und Kleinbauern beim Ansatz der Agrarökologie. Das heißt, sie haben ihre Landwirtschaft an die natürlichen Gegebenheiten,  Kreisläufe und lokalen Bedürfnisse angepasst. Es ist ihre Chance, um aus ihrer misslichen Lage – geprägt von Armut, wenig Land, wenig Wasser, Klimaextremen – zu entkommen.
Sie formulieren damit den Anspruch nach fairer Teilhabe und darauf, dass ihre landwirtschaftliche Arbeit ernst genommen und unterstützt wird. Menschen, die die gleichen Rechte und und den gleichen Anspruch an Gestaltung des Ernährungssystems haben und nicht bloße Empfängerinnen und Empfänger von Hilfsleistungen aus dem globalen Norden sein wollen. Agrarökologische Anbaumethoden stärken gleichzeitig die wirtschaftliche Existenz von Kleinbauern und -bäuerinnen und geben Ernährungssicherheit. So werden zum Beispiel organischer Dünger selbst hergestellt, Becken zum Sammeln von Regenwasser gebaut und gemeindeübergreifende Saatgutbanken angelegt. Dafür macht sich seit 40 Jahren das weltweite gemeinnützige Netzwerk INKOTA stark, zum Beispiel mit der Informationskampagne „Zukunft säen“.

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