Zur Landkarte Bistum

Informationen

Wochenaufgabe: Misch Dich ein!

Äußere Dich politisch, zum Beispiel mit einer Ausstellung, einer Spende, einem Leserbrief oder Posting in den sozialen Medien:

Tagesimpuls vom 04.10.

"Jeder Same birgt eine Sehnsucht."
Khalil Gibran

"Der Zugang von Agrarkonzernen zu lokalen Saatgutmärkten gefährdet die Ernährungssouveränität der Kleinbauern. Saatgut in den Händen weniger Konzerne lässt Preise steigen, schafft Abhängigkeiten und reduziert die Sortenvielfalt." schreibt MISEREOR
Vgl. https://www.misereor.de/informieren/hunger/vielfalt

Arche Noah für alte Nutzpflanzen!

Gemeinsam isst man weniger!

Säe Sehnsucht nach einer besseren Welt. Pflanze je nach Deinen Möglichkeiten seltene Nutzpflanzen, ob den historischen Freinsheimer Taffetapfel auf der Wiese der Gemeinde, die Rote Beete „Erfurter Lange Rote Dunkellaubige“ im Garten oder den Bremer Scherkohl auf dem Balkon.
Mögliche Bezugsquellen:
https://www.dreschflegel-shop.de/
https://shop.baumschuleritthaler.de/
https://shop.garten-des-lebens.de/

Schau Dir heute mal den Film an „Unser Saatgut – Wir ernten was wir säen“ an.
Der Film beschreibt, wie die Vielfalt unseres Saatguts durch Wirtschaftsinteressen beschränkt wird und so gefährdet sei wie der Panda und der Eisbär. Vielleicht lädst du Freunde und Interessierte dazu ein und kommst mit ihnen darüber ins Gespräch?
Er steht zum Streaming auf unterschiedlichen Plattformen (beispielsweise Vimeo) zur Verfügung. https://www.wfilm.de/unser-saatgut/

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Tagesimpuls vom 03.10.

Ob konventionelle oder nachhaltige Landwirtschaft: „Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, haben meist nur die Wahl entweder die Natur oder sich selbst auszubeuten. Ihre Existenz hängt von Subventionen und  Markt- bzw. Weltmarktpreisen ab. Beide sind Faktoren, auf die sie keinen Einfluss haben und die sie häufig zwingen, über ihre persönliche Belastungsgrenze sowie die von Boden und Tieren zu gehen, oder ganz aus der Landwirtschaft auszusteigen.“, sagt das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft unter https://www.solidarische-landwirtschaft.org/das-konzept/
Der Ausweg: Solidarische Landwirtschaft. Landwirtschaftliche Betriebe oder Gärtnereien schließen sich mit einer Gruppe privater Haushalte zusammen. Die Mitglieder ermöglichen mit regelmäßigen Beiträgen und teils ehrenamtlicher Tatkraft eine für Mensch und Natur nachhaltige Landwirtschaft. Oft können die Mitglieder die frischen Lebensmittel einmal in der Woche an einer Verteilstation abholen.

Geteilte Ernte ist eine gute Ernte!

Mach Dich kundig, ob es in deiner Nähe eine Solawi-Initiative oder eine ähnliche Idee wie Urban Gardening gibt.
Zum Beispiel hier: https://www.solidarische-landwirtschaft.org. Probier es mal aus!
Du nutzt Solawi schon? Dann erzähle heute jemandem davon und versuch, die Idee zu verbreiten oder landwirtschaftliche Mithelferinnen oder -helfer zu finden.

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Tagesimpuls vom 02.10.

In den Trog, auf den Teller oder in den Tank?
Es gibt einen Wettbewerb um die nachhaltigste und effizienteste Nutzung von Nahrungsmitteln, zum Beispiel bei Getreide, Raps oder Zuckerrüben: Sie werden gleichermaßen von Nutztieren und Menschen sowie als Bio-Kraftstoffe verbraucht. Diesel wird bis zu 7 Prozent Biodiesel beigemischt, der aus Raps-, Soja-, Sonnenblumen- und Palmöl gewonnen wird.
In einem Artikel schreibt die Albert-Schweitzer-Stiftung: „Von einem Ende der „Trog-und-Teller“-Debatte kann keineswegs die Rede sein. Gerade in der stark wachsenden Schweine- und Geflügelindustrie ist die Konkurrenz zur Produktion pflanzlicher Lebensmittel immens.https://albert-schweitzer-stiftung.de

Ähnlich kritisch berichten Deutschlandfunk Kultur, die ARD-Sendung Panorama und die Zeitung taz den Einsatz von landwirtschaftlichen Erzeugnissen für die Herstellung von Bio-Ethanol, um die CO2-Bilanz von Fahrzeugen aufzubessern, aber auf Kosten der Umwelt:
https://www.deutschlandfunkkultur.de
https://daserste.ndr.de
https://taz.de

Nahrungsmittel auf den Tisch statt in den Tank!

Setz dich dafür ein, dass der Energiehunger für die Mobilität und den Strombedarf sinkt. Das nimmt auch Druck aus der Landbewirtschaftung. Überlege dir heute, wie du einen Beitrag leisten könntest. Einen Leserbrief schreiben, an einer Demo beteiligen oder sich in der Kommunalpolitik engagieren? Schreibe uns, was du dir vorgenommen hast. Oder fühlst du dich machtlos?

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Tagesimpuls vom 01.10.

Greenwashing: Alle großen Lebensmitteldiscounter haben den Nachhaltigkeitstrend in ihrem Marketing aufgegriffen. Schlagworte wie „Weidehaltung“ oder „regional“ stehen auf Joghurtbechern, Früchten und Wurstwaren. Doch wie viel Verantwortung übernehmen Supermärkte hinter den Werbeversprechen?
Die Studie des Umweltbundesamtes „Nachhaltiger Handel(n)?! Aktivitäten des Lebensmitteleinzelhandels zum nachhaltigen Konsum im Ernährungsbereich aus Umweltsicht“ 2020 zeigt Schwachstellen und fordert, gesetzliche Vorgaben strenger zu kontrollieren. Die Politik sollte zudem ressortübergreifende Kriterien für nachhaltigen Konsum im Ernährungsbereich entwickeln und etablieren. Nur dann können Verbraucherinnen und Verbraucher darauf vertrauen. (Vgl. https://www.umweltbundesamt.de)

Eine Untersuchung belegt die Mitverantwortung europäischer Lebensmittelunternehmen für Entwaldungen in Lateinamerika http://www.mightyearth.org

Deutschland importiert 2,9 Millionen Tonnen Sojaprodukte aus Lateinamerika, die in den Futtertrögen von Hühner, Kühen und Schweinen landen.

 

 

Außen bio, innen auch?

Wende Dich an Supermarktketten, damit sie auf Brasilien Druck ausüben, den Regenwald vor Abholzung für landwirtschaftliche Nutzung zu schützen: https://aktion.campact.de

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Tagesimpuls vom 30.09.

Gemeinsames Essen stiftet Frieden

Der Schweizer Koch, Buchautor und Gründer der Organisation „Cuisine sans frontère“ (Essen ohne Grenzen), David Höner, sagt im Interview mit der Frankfurter Rundschau: „Essen und Trinken ist viel mehr als nur ein Weg, um Hunger und Durst zu stillen. Essen und Trinken sind ein sozialer Kitt, der Menschen zusammenbringt und zusammenhält. Und Tischgespräche sind dazu da, sich auszutauschen, sie sind oftmals der Ausgangspunkt für neue Ideen.“ Zum Interview: https://www.fr.de

 

Die Welt ist, wie Du isst!

Folge dem Motto des Katholikentags 2018 in Münster, aus dem sich die Initiative Friedensteller entwickelt hat: https://friedensteller.de.
Werde selbst Storyteller und erzähl deine persönliche Geschichte über dein Lieblingsgericht, über eine Kindheitserinnerung oder zum Thema Gerechtigkeit beim Essen: https://friedensteller.de

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Tagesimpuls vom 29.09.

In einer Handvoll Erde leben mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde.

Boden gutmachen!

Die Humusinitiative für Rheinland-Pfalz und das Saarland der Stiftung Lebensraum unterstützt Landwirte, damit sie auf ihren Äckern den Humusgehalt erhöhen. Das ist ein Beitrag zum Klimaschutz und zu einer nachhaltigen Landwirtschaft.
Auch Du kannst die Initiative unterstützen und Deinen CO2-Ausstoß über einen Humusaufbau in der Region ausgleichen. Mehr hier: https://stiftunglebensraum.org

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Tagesimpuls vom 28.09.

„Gegen Gewinne ohne Gewissen hilft nur noch ein gesetzlicher Rahmen“, mahnt die Initiative Lieferkettengesetz.

Günstig importiertes Essen hat einen hohen und unsichtbaren Preis: Kranke Feldarbeiterinnen durch Pestizide, ausbeuterische Kinderarbeit, zerstörte Regenwälder. Deutsche Unternehmen sind weltweit immer wieder an Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung beteiligt – ohne dass sie dafür rechtliche Konsequenzen fürchten müssen. Dagegen stellt sich die Initiative Lieferkettengesetz. Die beteiligten Organisationen und Personen wollen Transparenz für die Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Sorgfalt und Verantwortung bei den wertschöpfenden Unternehmen gesetzlich vorschreiben.

Wertschätzen beim Wertschöpfen!

Beteilige dich als Privatperson, als Gruppe oder Kirchengemeinde an der Initiative zum Lieferkettengesetz
Aktuell ist es wichtig, Minister Altmaier zu überzeugen. Schreiben Sie ihm einen Brief!
Hilfe und Infos hier: https://lieferkettengesetz.de/2020/08/05/jetzt-protest-mail-an-minister-altmaier-schreiben/

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