Lasst uns staunen!

"Die Seele nährt sich von dem, woran sie sich freut.“
Aurelius Augustinus

[Das Staunen] wird begleitet von einem neurobiologischen Zustand der Erregung, einem inneren Unruhezustand, der sich motivationsfördernd auswirkt, bisher Unbekanntes zu erforschen und zu lernen. Das bereitgestellte Erregungspotential ermöglicht, das innere Gleichgewicht wiederherzustellen, das durch die Konfrontation mit dem „unpassenden“ Neuen verloren ging.
Das entspricht dem Staunen als Auslöser für einen „Konflikt durch Überraschung“ nach Berlyne (1960). Staunen ist mit der Neugier verwandt. Durch Staunen initiiertes Lernen ist somit von innen heraus/intrinsisch motiviert, weil der Mensch inneres Gleichgewicht anstrebt.
Wikipedia-Eintrag zu „Staunen“.

Mehr dazu unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Staunen

 

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Wochenaufgabe für die Woche vom 05.09. bis 11.09.2021

Mach es wie das Faultier: Bleib an etwas hängen!

Plane die Woche etwas entschleunigt. Nimm dir in dieser Woche Zeit zum Fühlen, Riechen, Sehen, Hören, Schmecken. nimm Blätter, Blüten, Früchte, Insekten, Vögel, Wasser und Tiere wahr. Rechne mit dem Unvorhergesehenen,  laufe nicht dran vorbei. Nimm dir Zeit, es genau zu betrachten. Frage dich, warum es dir gerade aufgefallen ist. Was bewegt dich, wenn du es dir näher anschaust?
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Tagesimpulse

7. Tagesimpuls vom 12.09.

Parkplätze ohne Grün, versteinerte Gärten, Holzeinschnitte im Wald: Die Verwundungen der Natur werden an diesen Stellen sichtbar. Menschen hinterlassen Fettschlieren am Bach, Müll an der Autobahnauffahrt, giftige Gase aus den Industrieschloten. Die Natur leidet, ist kaputt. 37.500 bedrohte Tier- und Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste, vom Afrikanischen Savannenelefant bis zur Kieselalge. Der WWF bezeichnet das Ausmaß als „größtes Artensterben seit dem Aussterben der Dinosaurier“.

Suche einen Ort in deiner Nähe, an dem das Verhältnis von Mensch und Natur gestört ist, wo Du diese Verwundung spürst.
Wo leidet die Natur bei dir vor der Haustür? Was passiert dort? Was fühlst du?
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Noch etwas Positives: Nimm gern am World Cleanup Day am 18. September teil, beispielsweise bei der Müllsammelaktion beim Haus der Nachhaltigkeit Trippstadt https://hdn.wald.rlp.de/aktionen-projekte/dreck-weg-tag/

6. Tagesimpuls vom 11.09.

"Die Kräuter bieten einander den Duft ihrer Blüten an, ein Stein strahlt seinen Glanz auf die anderen. Alles was lebt, hat einen Urtrieb nach liebender Umarmung."
Hildegard von Bingen

Nimm dein Lieblingstier oder deine Lieblingspflanze mit dem Herzen wahr. Sieh ihre Schönheit an.
Was bedeuten sie dir?
Welches Gefühl entfachen sie in dir?
Übertrage das Gefühl und die Herzlichkeit auf andere Lebewesen, begegne ihnen mit einem offenen Herzen.

5. Tagesimpuls 10.09.

Astern (von Gottfried Benn)

Astern – schwälende Tage,
alte Beschwörung, Bann,
die Götter halten die Waage
eine zögernde Stunde an.

Noch einmal die goldenen Herden
der Himmel, das Licht, der Flor,
was brütet das alte Werden
unter den sterbenden Flügeln vor?

Noch einmal das Ersehnte,
den Rausch, der Rosen Du −
der Sommer stand und lehnte
und sah den Schwalben zu,

noch einmal ein Vermuten,
wo längst Gewißheit wacht:
die Schwalben streifen die Fluten
und trinken Fahrt und Nacht.

Heute geht es um die Blüte: Suche dir eine Blume. Vielleicht eine Aster, eine zunächst unscheinbare oder prächtige.
Versuche, sie so genau es geht nachzuzeichnen!
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4. Tagesimpuls vom 09.09.

Käfer, Vogel, Spinne oder Igel: Auf zur Safari vor der Haustür. Nach dem Hören und Sehen ist heute Fühltag mit einer Tierbeobachtung.
Ob mit einer Hand voll Erde oder im Kornfeld: Wir wollen spüren, was dort drin ist, lebt und krabbelt.
Tipps zum Wildtiere beobachten: https://fraeulein-draussen.de/wilde-tiere-beobachten-deutschland/
Bodentiere beobachten: https://bodentierhochvier.de/

Nimm dir Zeit für eine Tierbeobachtung. Das kann mit einer Hand voll Erde in der Hand sein.
Ist die Erde kühl? Wie leicht ist die Spinne? Was bewegt sich und krabbelt? Was fühlt sich ungewohnt oder gar ekelig an?
Alternativ kannst du auch Tiere im Wildpark oder Zoo beobachten.
Mach ein Foto von Käfer, Spinne oder Elefant, einen kurzen Film oder male das Tier.
Berichte uns davon. Schicke es uns per Mail an info@trendsetterweltretter.de.
Wir veröffentlichen es.
Oder als Kommentar bei Facebook www.facebook.com/trendsetterweltretter

3. Tagesimpuls vom 08.09.

Ähnlich wie Geräusche setzt auch dauerhaftes Licht der Natur zu, genannt Lichtsmog. Wir sehen immer weniger Sternenbilder, wie den Kleinen Drachen. Dabei ist Dunkelheit wichtig für die Regeneration bei Menschen und Tieren.
Das Projekt „Sternenpark Pfälzerwald“ will Gebiete mit nahezu intakten Nachtlandschaften, in denen ein besonders sternenreicher Himmel sichtbar ist, erhalten und fördern.
Hier mehr:https://www.pfaelzerwald.de/sternenpark-pfaelzerwald/

Erfahre in der Dunkelheit, wie hell es eigentlich um uns herum ist. Suche im Dunkeln einen Ort in der Natur.  Wie dunkel ist es wirklich? Was nimmst du  wahr? Wie reagiert dein Körper auf die Dunkelheit und Lichtquellen?

Zusätzlich kannst du dich an Smartphone-Experimenten beteiligen, mit denen man die Auswirkung und den Unterschied von Lichtsmog und Dunkelheit aufzeichnen und nachempfinden kann.

2. Tagesimpuls 07.09.

Lärm und technische Geräusche wirken sich nicht nur negativ auf die Gesundheit, das subjektive Wohlempfinden und die Lebensqualität von Menschen aus. Sie können auch das Leben von Tieren deutlich beeinträchtigen.
In einer Studie wurde festgestellt, dass sie  zu Störungen und Beeinträchtigungen der Kommunikation zwischen den Tieren, der Ortung von Beutetieren, bei der Paarung sowie bei der Aufzucht des Nachwuchses führen. Geräusche können sich aber auch positiv auswirken. Beim Menschen wurde in einer Studie 2021 bestätigt, dass Vogelgezwitscher gegen Stress helfen und Wassergeräusche bei hohem Blutdruck oder Zahnschmerzen.
Mehr dazu unter:

Gehe in die Natur.
Finde den stillsten Ort in deiner Umgebung.
Versuche, Naturgeräusche hinter den Zivilisationsgeräuschen zu hören.
Gönne dir 15 Minuten Stille und Natur mit den Ohren, schließe die Augen, nimm wahr.

Was hörst du?

1. Tagesimpuls 06.09.

Weltweit gibt es keine unberührte Natur mehr. Die große Bevölkerung nutzt die Natur zur Ernährung, als Arbeitsgrundlage oder Wohnraum. Neuerdings wird vom "Anthropozän" gesprochen, einem Erdzeitalter, das zutiefst durch den Menschen geprägt ist. Der Einfluss des Menschen ist - bis hin zur Atmosphäre - überall zu erkennen. 
Mehr dazu:https://bit.ly/3720sXG

Auch in der Pfalz und Saarpfalz: Kennen Sie einen Ort, der frei von Zivilisationsgeräuschen ist, ohne Stromleitungen, Straßen, Wege oder Flugzeuge?  Wollen wir unsere Position weiter ausreizen? Oder sollten Land und Meer bis 2030 zu 30 Prozent unter Schutz gestellt werden - wie es die Umweltorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) und Deutschland beim Biodiversitätsgipfel 2021 für Europa forderte? Du hast die Wahl - mit deiner Stimme bei der Bundestagswahl.

Erfahre, ob die Natur im Programm ist: Welche der Parteien, die bei der kommenden Bundestagswahl antreten, haben Sinn für die Natur und ihren Schutz?
Schau dir die Parteiprogramme an, z.B. hier: https://www.bundestagswahl-2021.de/wahlprogramme/ oder nutze den Wahl-o-mat für deine Entscheidung: https://www.bpb.de/politik/wahlen/wahl-o-mat/