Lasst wachsen!

„Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er erfordert das, was in unserer Gesellschaft am kostbarsten ist, Zeit, Zuwendung und Raum.“

Prof. Dr. Ing. Dieter Kienast 1945 - 1998


Wochenaufgabe für die Zeit vom 20.09. bis 26.09.

Ob im Garten, auf der Terrasse, dem Balkon oder am Fenster: Diese Woche wollen wir anpflanzen, hegen, pflegen und uns am neuen Leben erfreuen. Was im September gut gesät oder gepflanzt werden kann: Feldsalat, Knoblauch, Radieschen, Rhabarber. Für den Balkon eignen sich besonders gut Kräuter wie Salbei-, Thymian-, Rosmarin- und Majoranpflanzen. Alte Holzkisten eignen sich als Hochbeete.

 

Schicke uns deine Bilder vom Aussäen, Hegen und Pflegen per Mail an info@trendsetter-weltretter.de oder als Kommentar bei Facebook www.facebook.com/trendsetterweltretter!

Tagesimpulse 3. Woche

Tagesimpuls vom 26.09.

Solidarische Landwirtschaft (Solawi), Feigenbörse in der Pfalz, mit gelben Bändern markierte Bäume auf Streuobstwiesen zum freien Pflücken oder die Kartoffelaktion der pfälzischen Kirchen: All diese Projekte und Ideen zielen auf den Gedanken, gemeinsam zu pflanzen, zu pflegen, zu ernten und zu teilen.

Beteilige dich an einer der Gemeinschaftsgärtner-Initiativen: Du kannst Feigen anbieten oder Äpfel ernten, Mitglied einer Solawi-Gruppe werden oder in deiner Gemeinde nachfragen, ob du auf brachliegenden kleinen Flächen im Ort Essbares anpflanzen und pflegen kannst.

Tagesimpuls vom 25.09.

Stell dir vor, du gehst an den Gemüseständen im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt vorbei. Wie viele Sorten Tomaten, Gurken oder Paprika werden angeboten? Auf dem Wochenmarkt gibt es sicher mehr Vielfalt als im stationären Handel, aber auch da herrscht eher Einerlei in Sorte, Farbe und Form. Der Verein Freie Saaten e.V. in Böhl-Iggelheim kümmert sich darum, mehr Vielfalt in die Kultursorten zu bringen und alte Nutzpflanzen zu erhalten. Denn Saatguthersteller konzentrieren sich auf einfach anzubauende, ertragreiche Sorten und reduzieren damit die genetische Vielfalt.

Die Mitglieder von „Freie Saaten e.V.“ bauen in ihren Gärten seltene Gemüse- und Kräutersorten an und verschicken ihre selbst gezogenen Saaten an Interessierte, um sie weiter zu verbreiten. Diese Sorten gibt der Verein beispielsweise weiter: Tomatillo, Salat Rougette Montpellier, Aubergine Slim Jim, Amaranth Roter Meier.

Mehr dazu:

Informiere dich auf dem Wochenmarkt, ob auch seltenere Sorten im Angebot sind. Versuche, saatgutfeste Sorten zu kaufen, d.h. Sorten, die ihre Eigenschaften über viele Generationen beibehalten. Wenn du einen eigenen Garten oder Balkon hast, kannst du dort Setzlinge von Freie Saaten anpflanzen, vermehren und weitergeben. http://www.freie-saaten.de/

Andernfalls kannst du über eine Spende an die Hilfsorganisation Misereor Kleinbauern in Lateinamerika, Afrika und Asien bei nachhaltiger Landwirtschaft unterstützen, indem sie zum Beispiel eigene Setzlinge nutzen: https://bit.ly/378m2ty

Tagesimpuls vom 24.09.

Dürfen wir vorstellen: Der Riesen-Haarstrang oder auch Quirliger Engelwurz genannt. Vielleicht gehen wir an der zwei Meter hohen Wildstaude vorbei an sonnigen Wiesen und trockenem Flächen, ohne seine große Wirkung für die Natur zu sehen. Denn seine weißen Doldenblüten in der Blütezeit im Juni und Juli halten leckeren Nektar für kurzrüsselige Insekten bereit. Leider ist die wichtige winterharte Wirtspflanze selten geworden, doch sie eignet sich auch für den Garten.
Kleine Einführung in die Insektenernährung: Honigbienen lieben die Apfelblüte. Hummeln mögen gern Lippenblütler, in die sie hineinkrabbeln können, wie Melisse oder den giftigen Fingerhut, denn sie haben längere Saugrüssel als beispielsweise Bienen. Bei Schwebfliegen und Käfern sind Doldenblütler wie Petersilie, Dill, Fenchel, wilde Möhre oder Holunder beliebt. Schmetterlinge trinken den Nektar der Blüten.

Kleines Rätsel:

1. Auf welche Raupenfutterpflanze ist der seltene Nachtfalter „Haarstrangwurzeleule“ angewiesen?
2. Nenne drei der über dreißig Schmetterlingsarten, die die Brennnessel als Raupenfutterpflanze nutzen.

Schicke deine Antwort entweder per Mail an info@trendsetter-weltretter.de oder als Kommentar bei Facebook www.facebook.com/trendsetterweltretter Die Auflösung gibt es morgen bei Facebook.

Tagesimpuls vom 23.09.

Kennst du den Unterschied zwischen Wildpflanzen und Kultursorten? Im Vorbeigehen fallen uns häufig die farbenprächtigen und großen Blüten von Beetrosen und anderen Zuchtblumen auf. Jedoch verfügen diese züchterisch gefüllten Hingucker-Blüten über weniger Staubblätter, Nektar und Pollen - sind also ärmer für Bienen und andere Insekten, die sich durch sie ernähren, andere Pflanzen bestäuben und so die Natur in Gang halten. Wir können uns fragen, was wir als schön empfinden, oder ob weniger nicht manchmal mehr ist.

Ein paar Beispiele für heimische nektar- und pollenreiche Pflanzen für deinen Garten:

  • Löwenzahn: Mit der gelben Farbe ist er verlockend für Mensch und Tier. Neben den Insekten, die sich an ihm bedienen, freut sich der Stieglitz über die Blumensamen. Kinder  können aus den zusammengesteckten Stängeln Mini-Wasserleitungen für die Spiellandschaft bauen, während die Eltern mit den Löwenzahnblättern Aroma in den grünen Salat bringen.
  • Saat-Esparsette: Die hübsche, heimische Wildstaude lockt 23 Wildbienenarten an, steht auf dem Speiseplan von Raupen wie dem Esparsetten-Widderchen oder dem Brombeer-Zipfelfalter. Sie hat wenige Ansprüche und kommt gut mit der Trockenheit klar.
  • Weißer und gelber Steinklee: Er ist Futter für 30 Wildbienenarten, kann Trockenheit ertragen, verbessert den Boden und blüht lange.
  • Weiden:  Mit rund 37 Arten sind sie die artenreichste Gehölzgruppe Mitteleuropas. Schon im Frühjahr versorgen sie Allerwelts-Insektenarten und Spezialisten mit dem reichhaltigen Nektar, zum Beispiel die Weiden-Sandbiene und die Blumenfliege. Es gibt auch kleine Weidenarten für den Garten, zum Beispiel die Schweizer Weide oder die Kriech-Weide.
  • Alter Efeu: Er blüht spät im Jahr, und lässt Insekten im Spätsommer und Herbst brummen und summen, wenn viele andere Pflanzen verblüht sind. Denn Schwebfliegen, Wespen, Wild- und Honigbienen, Falter und Schmetterlinge nutzen seinen Nektar.

Gehe in deiner Umgebung auf die Suche nach den heimischen Pflanzen, die Nektar- und Pollen-wunder für Insekten sind. Sammle die Samen dieser Wildstauden in deiner Umgebung und säe sie in deinem Garten oder auf dem Balkon aus.
Wenn du dir unsicher über die Arten bist, kannst du an einem Bestimmungsseminar teilnehmen, beispielsweise bei POLLICHIA https://www.pollichia.de/index.php/artenkennerseminare oder eine Blumenbestimmungs-App auf dem Handy nutzen.Zum Beispiel Flora incognita https://floraincognita.com/de/apps/flora-incognita/

Tagesimpuls vom 22.09.

Ob für Insekten oder Vögel: Matschpfützen sind Biotope. Wasserstellen im Garten sind Tränken. Wassergefäße auf dem Balkon sind Badeplatz. Alle Lebewesen  brauchen Wasser. Ob im Garten oder auf unbefestigten Wegen. Deshalb sollten nicht alle öffentlichen Flächen und Wege versiegelt und gepflastert werden.

Lege eine Tränke für Vögel und Insekten im Garten an. Du kannst dafür auch gern Regenwasser sammeln. Auch Matschpfützen können dazu dienen.
Suche dir eine kleine Fläche, die du bewässerst und im Blick behältst.

Tagsimpuls vom 21.09.

Insekten brauchen Blüten während ihrer Lebensphase im Flugstadium, doch die meiste Zeit leben sie als Raupe, Made oder Larve. Gerade dann sind sie auf spezielle Wirtspflanzen angewiesen, um sich zu ernähren. Hohle Stängel und Blattachsen von abgeblühten Stauden eignen sich bestens - und für wesentlich mehr Arten als die üblichen „Insektenhotels“ - als Winterquartier für Ohrenkäfer, Bienen und Co.

Bereite den Garten oder deine Balkonpflanzen mal anders für die kalte Jahreszeit vor. Lasse Stauden in diesem Winter stehen. Stelle eine Insektennisthilfe auf. Lasse einen Laubhafen einfach liegen.

Tagesimpuls vom 20.09.

Bunte Blumen, Kräuter oder sogar Gemüse finden auch auf dem kleinsten Balkon ihren Platz. Darüber freuen sich nicht nur wir Menschen, sondern ebenso Vögel und Insekten.
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/trends-service/diy-rezepte/26388.html