Deine Stimme für Artenvielfalt!

In den letzten Wochen haben wir viele Möglichkeiten aufgezeigt, wie jede und jeder einzelne etwas zum Artenschutz und zur Artenvielfalt beitragen kann - ein wichtiger Schritt. Aber das alleine reicht nicht, um die Artenvielfalt zu erhalten und zu bewahren. Auch politisch müssen Veränderungen stattfinden. Menschen müssen sich zusammenschließen, ihre Visionen miteinander teilen, verstehen und Wissen weitergeben, um Zusammenhänge klarer erkennen und Ziele formulieren zu können.
In der letzten Woche von Trendsetter Weltretter geht es darum, politisch aktiv zu werden. Du bekommst Impulse, wie du mit deiner Wählerstimme, als Bürger und Teil der Demokratie und der Zivilgesellschaft zu mehr Artenvielfalt beitragen kannst.

Links:


Sage mir, wie du gewählt hast, und ich sage dir, was beim Artenschutz ansteht!

In ihren Wahlprogrammen zur Bundestagswahl haben die Parteien den Artenschutz in unterschiedlicher Weise und Gewichtung berücksichtigt. Informiere dich erneut, was die, die gewählt wurden, bei dem Thema vorhaben. Schreibe der oder dem Abgeordneten deines Wahlkreises einen Brief (oder eine Postkarte) und erinnere ihn oder sie an sein Wahlversprechen.  Wir haben einen Textvorschlag für dich vorbereitet, den Du hier herunterladen kannst.

Tagesimpulse 4. Woche

Tagesimpuls vom 03.10.

Schnell, grün, vor Ort: Artenschutz lässt sich in der eigenen Kommune oder Kirchengemeinde manchmal besser gestalten und umsetzen als im großen politischen Rahmen oder im eigenen Haushalt. Mit der „Aktion Grün“ und LEADER-Mitteln geben Rheinland-Pfalz oder das Saarland Fördermittel für konkrete Biotope und Gemeinschaftsgärten. Hier können sich auch Kommunen und Kirchengemeinden beteiligen. Herxheim, Frankenstein, Weiler oder Lindenberg sind bereits „Aktion Grün“-Kommunen.

Flächen rund um die Kirche oder das Gemeindehaus eignen sich mancherorts zur naturnahen Umgestaltung. In der Prot. Kirchengemeinde Limburgerhof wurde eine Blühwiese angelegt.

Links:

Kennst du in deinem Ort oder deiner Kirchengemeinde Flächen, die dafür in Frage kommen?

Nimm dir vor, die Verantwortlichen anzusprechen und biete deine Mithilfe an. Unterstützen können örtliche Naturschutzverbände.

Tagesimpuls vom 02.10.

„Artenreiche Mischwälder, sonnige Wiesentäler, mächtige Felsentürme und sagenumwobene Burgruinen machen das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands einzigartig“, heißt es von der UNESCO. Wir leben in einer UNESCO-Biosphäre, in der das harmonische Zusammenleben von Mensch und Umwelt erprobt und erforscht werden soll. Beispielhaft für Projekte und Veranstaltungen stehen der französisch-deutsche Wettbewerb der „Gärten der Artenvielfalt“, Nachtexkursionen zu Eulen und Fledermäusen, Wiederansiedelung des Luchses, Ausstellungen im Haus der Nachhaltigkeit in Trippstadt, geführte Wanderungen, Bauernmärkte und Schutzzonen für die Vielfalt im Biosphärenreservat.
Doch was können wir dafür tun, wie können wir uns einbringen?

Trage den Biosphärengedanken vom harmonischen Zusammenleben weiter!
Informiere dich über Erlebnis- und Bildungsangebote, sowie Neuigkeiten des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen oder der Biosphäre Bliesgau. Registriere dich für den Newsletter.
Nimm an den Veranstaltungen teil, sammle Müll, bring das Thema in deine Schule, nutze die App Actionbound zum Kennenlernen des Leinbachtals oder des Bliesgaus.
Bring dich ein! Misch dich ein!

Links:

Tagesimpuls vom 01.10.

Stoppt Patente auf Pflanzen und Tiere! Saatgutkonzerne bestimmen und profitieren durch Patente und Forschungsergebnisse, was wie angebaut wird. Und blockieren den Zugriff auf Nutzpflanzen und Tiere, die allen zugänglich sein sollten. Dabei verbietet ein europäisches Gesetz Patente seit 1998 auf konventionell gezüchtete Pflanzen in Europa. Dennoch hat beispielsweise die Firma Nunhems/BASF ein Patent auf Saatgut, Pflanzen und Früchte einer Melone erhalten, die aus einer zufällig entstandenen Züchtung weniger buschig wächst und zu einer kernlosen Frucht weiterentwickelt wurde. Die Initiative „Keine Patente auf Saatgut“ kritisiert die Vergabe des Patentes scharf.

Beschäftige dich heute mit dem Thema Patente auf Leben. Unterstütze die Unterschriftenaktion von „Keine Patente auf Saatgut“ (No patents on seeds), abonniere den Newsletter des „Gen-ethischen Netzwerks“ oder werde dort Mitglied. Denn jede Stimme zählt. Saatgut und Pflanzen gehören allen Menschen. 

Links:

Tagesimpuls vom 30.09.

Gemeinsam sind wir stark. Nur Bündnisse aus vielen Interessierten und Partnern erreichen eine kritische Masse und können damit politischen Einfluss nehmen. Ob für die Erhaltung des Riesen-Haarstrangs im Bad Dürkheimer Bruch, die Nutzung des heimischen Glanrinds am Donnersberg oder die Einführung eines Grenzwerts von giftigen Rückständen in Blütenpollen - in Vereinen, Initiativen und Vereinigungen schließen sich Menschen zusammen, die für ein bestimmtes Ziel, für mehr Artenvielfalt stehen.

Beispiele:

Werde Mitglied, Spenderin oder Unterstützer eines Vereins für Artenvielfalt und zur Erhaltung heimischer Arten, zum Beispiel bei Slowfood, Glanrind, Pollichia, Initiative Artenschutz RLP, BUND oder Nabu.

Tagesimpuls vom 29.09.

Das Thema Lichtsmog nehmen wir nochmal auf. Einige Kommunen und das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen wollen die Lichtquellen im Sinne von Tier und Mensch minimieren. Sie möchten Sternenpark beziehungsweise „Gemeinde unter den Sternen“ werden. Rumbach in der Südpfalz ist es im April geworden. Dafür wurden Beleuchtungszeiten und -intensivität angepasst, sowie die beste Energieeffizienz und Lichtfarbe gewählt.

Versuche, deine Aktivitäten dem Tageslicht und der Dunkelheit anzupassen. Knipse das Licht aus, dein eigenes und vielleicht auch das in und an den Gebäuden deiner Kirchengemeinde. Braucht es die Solarlämpchen im Garten?
Wer öffentlich aktiv werden will, kann in der Kommune anregen, Sternenkommune zu werden:
https://www.pfaelzerwald.de/blog/sternenpark/das-projekt-sternenpark-pfaelzerwald/

Tagesimpuls vom 28.09.

Die Bundesstraße B10 soll von Landau bis Pirmasens vierspurig ausgebaut werden - so steht es bereits seit Jahren in den Plänen des Bundes. Doch Umweltschutz und Wirtschaftsförderung streiten sich: Die einen sehen mit dem Ausbau den Status als Biosphären-reservat gefährdet, die anderen versprechen sich vom Ausbau mehr Arbeitsplätze in der Südwestpfalz. Die Landesregierung hat sich nach zwei Mediationsverfahren entschlossen, den Ausbau vorerst dreispurig, später vierspurig zu veranlassen.
Mehr dazu:https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/kaiserslautern/streit-um-b10-ausbau-hauenstein-geht-weiter-100.html

Wie stehst du zum Ausbau der B10 als ein Beispiel für den Konflikt zwischen ökologischen und ökonomischen Faktoren?
Welche Pro- und Contra-Argumente gibt es für oder gegen den Ausbau, welche Kompromisse?
Diskutiere mit deinen Freunden oder der Familie. Beteilige dich an der öffentlichen Diskussion in Social Media, mit Leserbriefen oder über andere Einflussmöglichkeiten.

Tagesimpuls vom 27.09.

Ertragreicherer Mais, widerstandsfähige Braugerste, länger haltbare Kartoffeln: Erforscht wird das durch die Optimierung von Nahrungspflanzen durch CRISPR, eine gentechnische Methode, bei der gezielt bestimmte Gene im Erbgut der Pflanzen „ausgeschnitten“ oder hinzugefügt werden. Deshalb wird die Technik auch „Genschere“ genannt.  Kann es eine Lösung für die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung sein? Wo liegen die Interessen? Wo Risiken?