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4. Aktionswoche: Plastik

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Auf eine Person in Deutschland entfallen 37 kg Plastikmüll im Jahr. Sogar Biolebensmittel findet man in vielen Supermärkten nur in Plastikverpackungen. Leicht, vielseitig, billig und beständig. Mit diesen Vorteilen erobern Kunststoffe seit den 1960er Jahren die moderne Welt. Doch wie es so ist: Die Vorteile entpuppen sich teilweise als Nachteile. Kunststoff lässt sich nicht biologisch abbauen, sondern er wird lediglich bis auf Mikroebene zerkleinert. Die Zersetzung kann bis zu 450 Jahre dauern, so dass sich in Meeren und Böden Plastik in allen Formen weiträumig verteilt. In nahezu allen totgestrandeten Eissturmvögeln in Nord- und Ostsee haben Forscher Plastikteile in den Mägen gefunden.
(Quelle: Umweltbundesamt). Selbst in unseren Nahrungsmitteln findet sich Mikroplastik.

Es heißt oft, Plastik wäre in Deutschland kein Problem, weil es entweder stofflich oder energetisch verwertet wird. Das ist nur die halbe Wahrheit. Mit jeder Wäsche zum Beispiel gelangen tausende synthetische Mikrofasern in unsere Gewässer. Bisher gibt es keine wirksame Methode Mikroplastik aus Flüssen, Seen oder dem Meer wieder herauszuholen. Oder das Plastik in der Landwirtschaft: Die Gemüseregion in der Vorderpfalz ist geprägt von Anbau unter Plastikfolie. Ein Teil davon bleibt im Boden und wird als Mikro- und Nanoplastik in die Nahrungskette aufgenommen.

Alternativen zu Plastik sind schöner und sprechen unsere Sinne an: Holz, Papier, Glas, Baumwolle oder Metall. Diese sind natürlich auch endlich und bedürfen eines bewussten, sparsamen Umgangs. Schwarz-Weiß-Denken ist auch hier fehl am Platz. Es braucht viel Kreativität, den Plastikkonsum sinnvoll einzuschränken. Kreativität ist spannend, also freuen wir uns über Ihre Rückmeldungen, was Sie in Ihrem Alltag "mit ohne Plastik" erfahren haben.

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