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Veranstaltungen 2021

Auch wenn es bis September noch eine Weile hin ist, müssen dennoch alle Planungen für öffentliche Veranstaltungen unter Vorbehalt stattfinden, da keiner vorhersagen kann wie die Corona-Situation im September sein wird.
Deshalb:
Bitte behalten Sie die Entwicklung der Coronastituation im Blick!

Wir behalten uns vor geplante Veranstaltungen u.U. auch kuzfristig absagen zu müssen!

 

 

  • 10. März 2021, 14 - 16 Uhr  Artenvielfalt mit Kita-Kindern erleben und fördern  - Digitaler Workshop für pädagogische Fachkräfte.
    Zum Nachbericht

  • Kartoffelaktion 2021: Kartoffeln in vielen Variationen geerntet
    „Natürlich vielfältig“ lautet das Motto der diesjährigen Aktion „Trendsetter Weltretter“. Im Mittelpunkt steht der Erhalt der Artenvielfalt. Dazu passend hatten das Bistum Speyer und die Evangelische Kirche der Pfalz zum eigenen Anbau seltener Kartoffelarten eingeladen. Mit großer Resonanz: Rund 80 Kindertagesstätten und Jugendgruppen sowie 120 Einzelpersonen aus der gesamten Pfalz und dem Saarpfalzkreis ernten in diesen Tagen seltene Kartoffelsorten wie zum Beispiel „Rosa Tannenzapfen“, „Blaue Anneliese“ oder „Désirée“.
    „Wir haben vor einer Woche mit den Kindern zusammen die Kartoffeln ausgegraben und betrachtet. Danach haben wir gemeinsam eine Kartoffelsuppe gekocht“, berichten Alesia Mitteregger und Lan Werling von der Katholischen Kindertagesstätte St. Pius in Kandel. Im April hatten sie von der Aktion „Trendsetter Weltretter“ ein Set mit fünf seltenen Kartoffelarten geschickt bekommen. „Gespannt und voller Motivation haben wir uns Erde und Kübel besorgt und die Kartoffelknollen eingepflanzt. Jeden Tag gingen wir mit Gießkannen in den Garten, um die Kartoffelpflanzen zu gießen“, erzählen die beiden Erzieherinnen. Sie haben sogar ein eigenes Kartoffel-Maskottchen mit dem Namen „Sofia“ entwickelt und mit den Kindern ein Kartoffellied und das Fingerspiel „Die fünf Kartoffelmänner“ einstudiert. „Es war eine tolle Aktion“, sind Alesia Mitteregger und Lan Werling noch immer begeistert.
    „Mit der Aktion wollten wir eine Möglichkeit schaffen, die Früchte der Schöpfung in ihrer bunten Vielfalt zu erfahren“, erklären die Umweltbeauftragten Sibylle Wiesemann (Evangelische Kirche der Pfalz) und Steffen Glombitza (Bistum Speyer). Begleitet wurde die Aktion durch monatlich per E-Mail versendete „Kartoffelbriefe“. Sie enthielten wertvolle und unterhaltsame Tipps zum Anbau und spirituelle Impulse. Für Kinder wurden ergänzend Bastelideen, Rezepte, Ausmalbilder sowie Ideen für ein Kartoffeltagebuch herausgegeben. „Gerade in der Pandemiezeit bot die Aktion eine Gelegenheit, dass Kinder, Eltern und Großeltern das gemeinsame Gärtnern für sich entdecken“, ziehen sie eine positive Bilanz der Aktion, die gemeinsam mit den (Erz-)Diözesen Freiburg, Köln, Rottenburg-Stuttgart sowie der Evangelischen Landeskirche Baden veranstaltet wurde.U

    Hier ein paar Bilder und Eindrücke von der Aktion.

    Mehr Infos auch unter www.kartoffelaktion.de

  • Eröffnungsveranstaltung am 04. September 2021, 10 – 16 Uhr: Familienmitmachtag am Riegelbrunner Hof
    Am Samstag, den 05.09. startete die diesjährige ökumenische Mitmach-Aktion Trendsetter Weltretter am Riegelbrunner Hof bei Müchweiler/Rodalb unter dem Motto „natürlich vielfältig“.Zu diesem Mitmachtag, der besonders für Familien mit Kindern geeignet war luden neben Trendsetter-Weltretter die Heinrich Kimmle Stiftung mit ihrem Projekt Bienen Plus (https://bienen-plus.de/) und das Projekt „Schöpfung bewahren“ ein. Von 10:00 bis 16:00 Uhr standen verschiedene Veranstaltungen auf dem Programm. Highlight waren sicher die Ziegenwanderungen des Projekts „Schöpfung bewahren“, an deren Stand Kinder alles über Wollproduktion erfahren konnten, beim Filzen viel Spaß hatten und Eltern das ein oder andere handgearbeitete Wollprodukt für zuhause erwerben konnten.  Im Märchenwald konnten die Kinder in Hängematten liegend den klassischen Märchen lauschen. Beim „Wald erleben“ gab es vieles zu entdecken an dem man im Wald sonst gerne vorbeiläuft. Und wer sich über die Produktion von Honig, Honigbienen und Wildbienen informieren wollte fand in der neu errichteten Wachsmanufaktur die entsprechende Fachkenntnis und konnte die Mittelwandstranggußmaschine begutachten. Besonders beeindruckend waren die Besucher auch von dem Holzkünstler Stefan Hochlechner, dem man am Nachmittag zusehen konnte wie er mit seiner Kettensäge aus einem Douglasienbaumstück eine Herzskulptur herausschnitt.„Was mich an diesem Ort beeindruckt ist das Konzept der Heinrich Kimmle Stiftung die an diesem Standort ökologische Bildung und Inklusion miteinander in Verbindung bringt...“ erzählt Steffen Glombitza von Trendsetter-Weltretter und weiter „… besonders gut gefällt mir der Natur-Erlebnis-Garten, in dem man inmitten der Sträucher, Wildblumen und Kräuter die Seele baumeln lassen kann“. Die Zusammenarbeit mit dem Projekt „Schöpfung bewahren“ die sich auf dem Gelände um seine seltenen Ziegen- und Schafarten kümmert und deren besonderes Anliegen die pädagogische Arbeit v.a. mit Kindern ist trägt dazu nochmal in besonderer Weise bei. „Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit mit der Heinrich-Kimmle-Stiftung“ so Irene Schwarz vom Projekt „Schöpfung bewahren“.Steffen Glombitza erzählt: „Ganz am Anfang hatten wir die Eröffnung von Trendsetter-Weltretter 2021 anders geplant, aber nachdem die Kooperationspartner hier uns ihr Programm für den heutigen Tag vorstellten, war klar, dass wir die Eröffnung hier machen mussten, auch wenn der Ort nicht so zentral liegt. Die Verbindung von Ökologie, Biodiversität, Artenschutz und Inklusion waren hierbei ein roter Faden, der uns die Entscheidung leichtmachte.“Jetzt wünschen sich die Organisatoren von Bistum, Landeskirche und dem Land Rheinland-Pfalz, das möglichst viele Menschen an der Aktion Trendsetter-Weltretter teilnehmen, sich anregen lassen von den Tagesimpulsen für mehr Artenschutz und versuchen in ihrem Alltag einen Beitrag dazu zu leisten. Für die geplanten öffentlichen Veranstaltungen von Trendsetter-Weltretter sind noch Anmeldungen möglich. Eine wundervolle Ergänzung zur Aktion ist in diesem Jahr der vom Pilger Verlag herausgegebene Jahresbegleiter: „Unsere Heimat“, der die Themen von Trendsetter-Weltretter aufgreift und in verschiedenen Artikeln Nützliches und Informatives zum Thema anbietet und im Buchhandel erhältlich ist.

  • Garten der Artenvielfalt in Lambrecht beeindruckte bei der Führung am 4. September
    Der rund 1000 m² große, 2018 vom Biosphärenreservat ausgezeichnete Garten für die Artenvielfalt, liegt südexponiert in Hanglage am Stadtrand von Lambrecht. 20 Interessierte konnten sich viele Anregungen für den eigenen Garten mitnehmen und waren beeindruckt von dem vielfältigen, sehr schönen Garten mit unterschiedlichen Lebensräumen und großer Aufenthaltsqualität. Im oberen Gartenbereich befinden sich insektenfreundliche Staudenbeete, kleine Rasenflächen und Rosen. Im unteren Teil gibt es einen Nutzgarten mit alten Obst- und Gemüsesorten, einen Kräutergarten, kleine Wiesenflächen und Naturmodule wie Steinpyramiden, Käferkeller und Nisthilfen für Insekten.
    Fotos: Wiesemann (Anklicken zum Vergrößern)

  • In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft, der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt und in Kooperation mit dem Bistum Speyer lud die Gruppe „Frauen wagen Frieden“ am 11.09. zu einem Studientag ein. „Natürlich vielfältig! Warum Blattläuse unser Überleben sichern“, lautete das Thema.
    Ein weiterer Schwerpunkt des Tages war die Würdigung der Gruppe „Frauen wagen Frieden“, durch Herrn Oberkirchenrat Dr. Claus Müller. Die Frauengruppe setzt sich seit 40 Jahren für Frieden und Bewahrung der Schöpfung ein. Claudia Kettering lies die Entstehungsgeschichte der Gruppe Revue passieren.
    Dr. Anton Safer (BUND Bad Dürkheim) informierte, wie wichtig die Artenvielfalt für unser gesamtes biologisches System ist. Das Insektensterben, unter anderem verursacht durch das Aus­bringen von Pestiziden, gefährdet das Überleben anderer Tierarten, weil die Nah­rungskette unterbrochen wird. „Alles hängt mit allem zusammen“ – diese vor 200 Jahren aufgestellte Erkenntnis des Universalgelehrten Alexander von Humboldt ist in der heutigen Diskussion aktueller denn je.
    Markus Hundsdorfer stellte das POLLICHIA-Projekt „Förderung der Artenvielfalt im Bad Dürkheimer Bruch“ vor. Hier sind Ehrenamtliche aktiv für den Erhalt und die Wiederherstellung von Sand- und Wie­senwegen und das Errichten von Gabionen als Unterschlupf für Amphibien auf gepachteten oder angekauften Flächen. Die Mahd ist auf die Naturschutzbelange ausgerichtet. Seltene Vogelarten brüten in dem FFH-Gebiet im Bruch und die Feuchtwiesen sind Lebensräume für stark bedrohte Schmetterlingsar­ten.
    Per Videokonferenz wurden Markus Zander (Misereor) und Dr. Monika Bossung-Winkler (Referentin für Globales Lernen im Bistum Speyer) zugeschaltet und berichten über Agroforst-Projekte in Bolivien. Das Ziel der Projekte der MISEREOR-Fastenaktion 2021 ist, dass sich Familien gesund und ausgewogen ernähren können, ein ausreichendes Einkommen und damit ein würdiges Leben haben und gleichzeitig die Umwelt und ihr Lebensraum geschützt werden. Umkehr muss jedoch vor allem bei der großindustri­ellen Landbewirtschaftung und der Zerstörung der Regenwälder durch multinationale Konzerne erfolgen. Dort liegen die Ursachen für die seit Jahrzehnten massiv anhaltende Regenwald­zerstörungen. Für ein Umsteuern braucht es auch massive Arbeit in unseren Parlamenten und Wirtschaftssystemen.
    Bei dem Gespräch von Markus Hundsdorfer und dem Landtagsabgeordneten Andreas Hartenfels (Sprecher der Fraktion der Grünen für Klima, Energie, Umwelt, Ernährung und Tierschutz)kam immer wieder die Frage auf, wie gesellschaftliche Gruppen und Einzelpersonen es schaffen können, eine starke Lobby für die Natur zu sein. Beides sei wichtig, das Anlegen von naturnahen Gärten im privaten Umfeld und das politische Eintreten für Biodiversität. Mit der „Aktion Grün“ hat das Land Rheinland-Pfalz ein Landesprogramm aufgelegt, das Bürge­rinnen und Bürger, Kommunen, Landwirtinnen und Landwirte sowie Kindergärten und Schu­len bei ihrem Engagement im Artenschutz unterstützt.
    Bei den Workshops am Nachmittag von Bärbel Schäfer (Vorsitzende von „Frauen wagen Frieden“ und Sibylle Wiesemann (Umweltbeauftragte der Landeskirche) stand im Mittelpunkt, wie wir uns für im eigenen Garten, im kommunalen Umfeld und in Kirchengemeinden für die Artenvielfalt einsetzen können.Auf ihren Präsentationsfolien stellte Sibylle Wiesemann drei Grundsätze für naturnahe Außenflächen vor: Heimische Pflanzen setzen, vielfältige Lebensräume schaffen undsensible Pflege.Auf den Folien finden Sie auch Links für Bezugsquellen und weitere Informationen. Als Beispiel wurde das Außengelände des Martin-Butzer-Hauses angeschaut und gemeinsam überlegt, wie hier Verbesserungen im Sinne des Artenschutzes möglich sind.
    Download der Folien von Sibylle Wiesemann.



  • Bei strahlendem Sonnenschein traf sich eine Gruppe Interssierter am Samstag, den 25. September am Biotop Beeden. Volker Willig und Landwirt Roland Lambert begleiteten mit ihrem Wissen rund um das Biotop die Gruppe. 140 verscheidene Vogelsorten sind in dem 130 Hektar großen Schutzgebiet anzutreffen, Störche, Eisvogel, Gänse, Grau- und Silberreiher finden hier Zuflucht auf ihrer weiten Reise und selbst ein "entflogener" Steinadler hat sich hier hier bereits sehen lassen. Ein Highlight in der Biosphäre war die Sichtung eines extrem selten gewordenen Schwarzstorchpaares in den Bliesauen. Heckenrinder, Wasserbüffel und Konikpferde halten die Flächen um die Flutmulden frei, denn viele der Zugvögel sind auf Freiflächen angewiesen um natürliche Feinde frühzeitig erkennen zu können, wie Willig erklärte. Auf Tuchfühlung mit den Konikpferden konnte die Gruppe nach einem zehnminütigen Fußmarsch gehen. Die Wasserbüffel hielten jedoch respektvoll Abstand zur Gruppe. Ein Problem stellten die Nutrias dar, da Sie im Biotop keine natürlichen Feinde haben und sich deshalb rasant vermehrten. Dadurch wurden Sie aber zu einer Gefahr vor allem für die Rinder und Pferde, denn die vielen Gänge die sie graben brechen ein und es konnte zu gefährlichen Verletzungen der Rinder und Pferde kommen. Aus diesem Grund musste die Nutria-Population 2021 leider reduziert werden. Das Biotop ist mittlerweile ein "Natura 2000" - Gebiet und "genießt somit den Schutz der europäischen Union" so Volker Willig stolz. Direkt am beliebten Saarradweg gelegen bildet das Biotop mit seinen beiden Aussichtsplattformen ein beliebtes Ausflugsziel für jung und alt. An manchen Tagen, wenn die Wasserbüffel an und in den Flutmulden baden, hat man den Eindruck sich in der afrikanischen Savanne zu befinden. So ist dieses kleine Fleckchen Erde, dass von Roland Lambert und seinem 240 Mitglieder umfassenden Verein unterhalten wird ein besonders schützenswertes Kleinod der Biodiversität und immer einen Besuch wert.

  • Sonntag, 03.Okotober 15:00 Uhr: Ökumenischer Abschlussgottesdienst in St. Joseph Kirkel/Neuhäusel,

    „Jeder kann etwas tun“

    Sie gestalteten den Abschlussgottesdienst zur Aktion "Trendsetter-Weltretter" (von links): Umweltreferent Steffen Glombitza, Dekan Eric Klein, Pastor Stephan Panter, Dekan Dr. Thomas Holtmann und Pfarrer Detlev Besier 
    Abschlussgottesdienst zur Aktion „Trendsetter-Weltretter – vielfältig natürlich“ in der St. Joseph-Kirche in Kirkel-Neuhäusel
    Kirkel. „Mitten im Herzen des Biosphärenreservats Bliesgau“, wie Dekan Eric Klein, Pfarrei Heilige Familie, Blieskastel-Lautzkirchen, sagte, wurde am Sonntagnachmittag der Ökumenische Abschlussgottesdienst der Aktion „Trendsetter-Weltretter – vielfältig natürlich“ gefeiert. Etliche Gläubige waren der Einladung in die St. Joseph-Kirche in Kirkel-Neuhäusel gefolgt.

    In seiner Begrüßung ging Dekan Klein auf die große Bedeutung der Artenvielfalt ein. Er verwies auf das komplexe System von Mensch und Umwelt, auf das Zusammenspiel von Kultur und Natur, deren Gleichgewicht es zu erhalten gelte. Klein wörtlich: „Es geht um die Grundfrage der ,Mitgeschöpflichkeit‘.“ Dieser Frage müssten sich auch die Kirchen stellen. Schließlich stünden wir alle vor einer existenziellen Bedrohung. Der Dekan nannte die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, die verheerenden Waldbrände in Griechenland und Spanien, das Erdbeben in Haiti als Folgen des Klimawandels. Diesen machte er aber nicht als einzige „große Krise“ aus, sondern auch die schwindende Biodiversität. Aufklärung tue Not. Klein warb für die Impulse der „Trendsetter-Weltretter“-Aktion: Diese geben Tipps und Anregungen, wie jeder sich auf lokaler und globaler Ebene einsetzen kann für „eine Welt, in der sich der Reichtum der Vielfalt wiederspiegelt“. In dieser Welt „der von Gott geschenkten Schöpfung“ sollten auch die nächsten Generationen noch leben dürfen.

    „Wenn die Not groß ist, geht Gott einen neuen Bund mit den Menschen ein“, sagte Pastor Stephan Panter von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten), Saarbrücken, und Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Einen solchen Bund schloss Gott mit Noah, als er ihn hieß, die Arche zu bauen. Auf diese Weise habe Gott „seine Leidenschaft für die Biodiversität gezeigt“, denn er habe alle Tiere, auch die unliebsamen, auf das Schiff geholt, „damit ihre Art fortbestehen kann“. Nach den einführenden Worten Panters trug Dr. Thomas Holtmann, Dekan des protestantischen Dekanats Homburg, die Bibelstelle aus dem Buch Mose vor.

    Pastoralreferent Steffen Glombitza, Umweltbeauftragter im Bistum Speyer, und Pfarrer Detlev Besier, Leiter der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Landeskirche der Pfalz, stellten den Regenbogen in den Mittelpunkt ihres Zwiegesprächs. Wegen seiner Buntheit, seiner Vielfalt gilt er als Symbol des ökumenischen Schöpfungsgedankens. „Der biblische Text“, nahm Glombitza Bezug auf die Lesung, „mahnt uns, so mit der Schöpfung umzugehen, dass der Regenbogen nicht seinen Sinn verliert.“ Er beflügle uns, ergänzte Besier, unsere Arbeitszeit mit der Friedens- und Schöpfungsgerechtigkeit zu verbinden. Ja, auch im Sinne politischen Handelns, bestätigte er eine Frage Glombitzas. Dieser wiederum warnte davor, Angst zu verbreiten oder Verbote auszusprechen. Er plädierte vielmehr dafür, global zu erklären, dass wir uns als Teil dieser Schöpfung begreifen und uns „für ein gutes Leben für alle“ einsetzen sollen. Als wichtig erachtete es der Umweltbeauftragte aufzuzeigen, was „schon passiert ist und dass jeder etwas tun kann“.

    „Der Regenbogen hat dich angepiekst“, meinte Besier lachend. Und wenn nur zwei oder drei Menschen ebenfalls zu kleinen Aktionen motiviert worden seien - wie eine Blumenwiese anlegen oder ein Insektenhotel bauen -, sei schon viel erreicht.

    Sicher, räumte Besier ein, es müsste alles noch viel schneller gehen. Aber ein Hauruck-Verfahren lasse sich nicht provozieren. Als einen weiteren Meilenstein kündigte er den ökumenischen Beirat an, den Bistum und Landeskirche gerade auf den Weg bringen. Er mahnte ganz praxisbezogen die Kirchen an, bei Sanierungen oder neuen Heizungen ökologisch zu denken. „Wir bewegen etwas, wenn wir nicht nur reden, sondern handeln.“

    In den Fürbitten beteten die fünf Zelebranten für alle, die unter Umweltkatastrophen leiden, für die neu gewählten Politiker, dass sie Verantwortung für die Lebensgrundlage der Menschen übernehmen, für ein gutes Miteinander und für viele Ideen, um aktuelle Probleme zu lösen. Mit einem Segensgebet endete der Gottesdienst.


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